Von der Angst zum Selbstvertrauen

Übersicht

Die Gruppe richtet sich an Erwachsene mit generalisierter Angststörung, sozialer Angst oder spezifischen Phobien, die bereit sind, sich auf einen wertorientierten und akzeptanzbasierten Weg einzulassen.
Sie lernen, Angst nicht als Feind, sondern als Teil des Lebens zu akzeptieren und gleichzeitig wertorientiert und selbstbewusst zu handeln. Im Fokus steht die Entwicklung von psychischer Flexibilität, um sich von der Kontrolle durch Angst zu lösen und ein erfülltes Leben zu führen.

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Eckdaten

  • 12-24x 100 Minuten
  • maximal 9 Teilnehmer
  • Tag n.n., Uhrzeit n.n.

Inhalte

  • Grundlagen der ACT: Die sechs Kernprozesse (Akzeptanz, kognitive Defusion, Präsenz, Selbst-als-Kontext, Werte, engagiertes Handeln).
  • Angst verstehen: Wie Angst entsteht, aufrechterhalten wird und warum der Kampf gegen sie oft scheitert.
  • Zielsetzung: Klärung individueller Werte und Lebensbereiche, die durch Angst eingeschränkt sind.
  • Übungen zur Akzeptanz: Achtsames Erleben von Angstgefühlen ohne Bewertung oder Unterdrückung.
  • Arbeit mit Metaphern: z. B. „Der Passagier im Bus“ (Angst als Mitfahrer, der nicht das Steuer übernimmt).
  • Körperwahrnehmung: Erkennen, wie sich Angst körperlich äußert – und wie man sie als vorübergehendes Phänomen betrachten kann.
  • Techniken zur Distanzierung von ängstlichen Gedanken:
    • Gedanken als vorüberziehende Wolken betrachten.
    • Sprachliche Tricks (z. B. „Ich habe den Gedanken, dass…“ statt „Ich denke, dass…“).
  • Praktische Übungen: Schreiben, Benennen und Loslassen von Sorgenspiralen.
  • Grounding-Techniken: Verankerung im Hier und Jetzt (z. B. 5-4-3-2-1-Methode).
  • Achtsamkeitsmeditationen: Fokus auf Atem, Körper oder Sinneswahrnehmungen, um aus dem Angstkreislauf auszusteigen.
  • Akzeptanz der Ungewissheit: Training, Unsicherheit auszuhalten, ohne in Katastrophendenken zu verfallen.
  • Wertedefinition: Identifikation persönlicher Werte (z. B. Mut, Verbundenheit, Kreativität).
  • Werte vs. Ziele: Unterschied zwischen Richtung (Werte) und Ergebnis (Ziele).
  • Visualisierung: „Beerdigungsrede“ – Was soll über mein Leben gesagt werden?
  • Kleine Schritte: Aufteilung von Handlungen in machbare, wertorientierte Schritte (z. B. „Ich rufe heute eine Freundin an“ statt „Ich muss sozialer werden“).
  • Exposition mit Akzeptanz: schrittweises Aufsuchen angstauslösender Situationen ohne Vermeidung, sondern mit Selbstmitgefühl.
  • Selbstmitgefühl: Umgang mit Rückschlägen – Angst als menschlich und verständlich betrachten.
  • Zusammenfassung der ACT-Prozesse: Wie die sechs Kernprinzipien im Alltag angewendet werden.
  • Individuelle Notfallpläne: Strategien für akute Angstattacken oder Rückfälle.
  • Gruppenreflexion: Austausch über Fortschritte, Herausforderungen und gegenseitige Unterstützung.
  • Persönliche Verpflichtungserklärungen: Jede:r definiert konkrete, wertorientierte Handlungen für die Zeit nach der Therapie.
  • Ressourcen und Netzwerke: Tipps für Bücher, Apps oder Selbsthilfegruppen zur Vertiefung.
  • Abschiedsritual: Würdigung des gemeinsamen Weges und der individuellen Stärken.

Kostenübernahme

Dieses Angebot erfolgt im Rahmen der gruppentherapeutischen Gruppentherapie und wird von den Gesetzlichen Krankenkassen vollumfänglich übernommen. Voraussetzung ist das Wahrnehmen einer psychotherapeutischen Sprechstunde, in der Indikation und Erwartungen besprochen werden.

Die Kostenübernahme durch private Krankenversicherungen ist abhängig von Ihrem vereinbarten Versicherungsschutz. Eine Teilnahme als Selbstzahler:in ist möglich.

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