Belastungsreaktionen und Trauma

Übersicht

Sie lernen, Belastungsreaktionen und Traumafolgen zu verstehen, ihre Selbstregulationsfähigkeit zu stärken und schrittweise Sicherheit und Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Die Gruppe bietet einen geschützten Rahmen, um Erlebtes zu verarbeiten, ohne dabei von den Emotionen überflutet zu werden.

Die Gruppe richtet sich an Erwachsene mit Belastungsreaktionen, PTBS oder komplexen Traumafolgen, die bereit sind, in einem stabilisierenden und strukturierten Rahmen an ihrer Verarbeitung zu arbeiten. Die Gruppe eignet sich als Vorbereitung oder Ergänzung zu einer Einzelpsychotherapie.

Voraussetzung: Ausreichende psychische Stabilität (keine akute Suizidalität oder schwere Dissoziation).

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Eckdaten

  • 12-24x 100 Minuten
  • maximal 9 Teilnehmer
  • Tag n.n., Uhrzeit n.n.

Inhalte

Definitionen:

Akute Belastungsreaktion vs. Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) vs. komplexe PTBS.

Normale Reaktionen auf abnormale Ereignisse (z. B. Schock, Vermeidung, Hyperarousal).

Psychoedukation:

Wie Trauma das Gehirn und den Körper beeinflusst (z. B. Amygdala, präfrontaler Cortex, Stressachse).

Der Unterschied zwischen Trauma als Ereignis und Trauma als Reaktion.

Sicherheit herstellen:

Äußere Sicherheit (z. B. sichere Orte, Notfallpläne).

Innere Sicherheit (z. B. Atemtechniken, Grounding).

Ressourcenaktivierung:

Identifikation persönlicher Stärken, positiver Erinnerungen und unterstützender Beziehungen.

Übungen: „Sicherer innerer Ort“, Ressourcen-Tagebuch.

Emotionsregulation:

Skills zur Bewältigung von Überflutung (z. B. 5-4-3-2-1-Methode, Temperaturskala der Gefühle).

Körperliche Reaktionen:

Somatische Symptome (z. B. Schlafstörungen, chronische Schmerzen, Panikattacken).

Erklärung des Körpergedächtnisses (z. B. nach Peter Levine).

Kognitive und emotionale Folgen:

Intrusionen (Flashbacks, Albträume), Vermeidungsverhalten, Schuld- und Schamgefühle.

Metaphern: „Das Gehirn als Alarmanlage“ oder „Der Trauma-Speicher“.

Notfallplan:

Individuelle Strategien für Krisen (z. B. Kontaktpersonen, Skills, Notfall-Koffer).

Reflexion der Gruppe:

Was habe ich gelernt? Wo stehe ich jetzt?

Ritual: Symbolischer Abschluss (z. B. Brief verbrennen, Stein mit Wunsch beschreiben).

Ausblick:

Möglichkeiten zur Weiterbehandlung (z. B. Einzeltherapie, Selbsthilfegruppen).

Commitment: Persönliche Ziele für die Zeit nach der Gruppe.

Kostenübernahme

Dieses Angebot erfolgt im Rahmen der gruppentherapeutischen Gruppentherapie und wird von den Gesetzlichen Krankenkassen vollumfänglich übernommen. Voraussetzung ist das Wahrnehmen einer psychotherapeutischen Sprechstunde, in der Indikation und Erwartungen besprochen werden.

Die Kostenübernahme durch private Krankenversicherungen ist abhängig von Ihrem vereinbarten Versicherungsschutz. Eine Teilnahme als Selbstzahler:in ist möglich.

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